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Baustoffkennzahlen
Baustoffkennzahlen liefern Aussagen darüber, wie schwer, tragfähig, dauerhaft oder widerstandsfähig ein Baustoff unter Belastung bzw. Umweltbedingungen ist. Um die Qualitätsanforderungen im Straßenbau zu verstehen, werden hier einige Kennwerte erklärt.
Rohdichte
Die Rohdichte gibt an, wie viel Masse ein Baustoff im Verhältnis zu seinem Volumen besitzt. Sie berücksichtigt auch Poren und eingeschlossene Luft und liefert damit einen guten Eindruck von der Kompaktheit eines Materials. Eine hohe Rohdichte spricht häufig für ein dichtes, tragfähiges Gefüge, während niedrigere Werte auf höhere Porosität oder geringere Verdichtung hinweisen können.
Die Dichte von Beton
Eine besonders große Rolle spielt die Rohdichte beim Einsatz von Frischbeton, weshalb hier auch von Frischbetonrohdichte die Rede ist. Sie beschreibt das Verhältnis von Masse zu Volumen direkt nach dem Mischen, also bevor der Beton abbindet und erhärtet. Mehr zur Frischbetonrohdichte und Wissenswertes über den Baustoff Beton und seine Eigenschaften finden Sie in unserem Beton Wissen.

Druckfestigkeit
Die Druckfestigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Baustoffs, Druckspannungen aufzunehmen, ohne zu versagen. Sie zeigt an, welche maximale Belastung ein Material aushält, bevor es bricht oder sich dauerhaft verformt. Als grundlegende mechanische Eigenschaft liefert sie wichtige Hinweise auf die Tragfähigkeit und das Materialverhalten.
Druckfestigkeit im Straßenbau
Im Straßenbau spielt die Druckfestigkeit eine wichtige Rolle, da sowohl Tragschichten als auch Deckschichten dauerhaft hohen Lasten ausgesetzt sind. Druckbeanspruchungen entstehen durch Verkehrslasten, statische Auflagerungen und Temperaturwechsel. Eine ausreichende Druckfestigkeit ist daher entscheidend, um Setzungen, Rissbildungen oder strukturelle Schwächen zu vermeiden.

Druckfestigkeit von Asphalt und Beton
Die Bedeutung der Druckfestigkeit zeigt sich besonders bei den beiden zentralen Baustoffen des Straßen- und Tiefbaus: Beton und Asphalt. Bei Betonprüfungen dient die Druckfestigkeit als grundlegender Kennwert zur Einstufung in Festigkeitsklassen und zur Bewertung seiner Leistungsfähigkeit im Hoch- und Tiefbau. Asphalt hingegen wird aufgrund seines viskoelastischen Verhaltens mit speziellen Asphaltprüfungen zur Stabilität bewertet, die ebenfalls die Belastbarkeit unter Druck abbilden. Beide Materialien verdeutlichen, wie wichtig die Druckfestigkeit für die Beurteilung tragender und hoch beanspruchter Schichten ist.
Korngrößenverteilung
Die Korngrößenverteilung, oft als Sieblinie dargestellt, beschreibt den prozentualen Anteil der Körner innerhalb eines bestimmten Größenbereichs – etwa Gesteinskörnungen oder Zuschläge. Sie beeinflusst maßgeblich die Packungsdichte, die Verdichtbarkeit und die Porenstruktur eines Materials. Eine ausgewogene Korngrößenverteilung sorgt in der Regel für ein dichtes und stabiles Gefüge, während ungleichmäßige Verteilungen die Festigkeit oder Dauerhaftigkeit beeinträchtigen können. Besonders bei Verbundbaustoffen wie Beton spielt die abgestimmte Zusammensetzung der Korngrößen eine zentrale Rolle.

Bestimmung der Korngrößenverteilung
Die Korngrößenverteilung wird standardmäßig durch das Siebverfahren bestimmt, bei dem eine Materialprobe durch eine Reihe von genormten Sieben mit abnehmender Maschenweite gesiebt wird. Die exakte Bestimmung dieser Eigenschaft ist ein zentraler Bestandteil unserer Baustoffprüfungen.
Die Korngrößenverteilung wird auch im Rahmen von Prüfverfahren für Asphalt bestimmt. Weitere asphaltspezifische Mess- und Prüfmethoden wie Ebenheits-, Griffigkeits- oder Schichtdickenmessungen sind in unserem Glossar unter dem Themenbereich Prüfverfahren Asphalt ausführlich beschrieben.
Bindemittelgehalt
Der Bindemittelgehalt beschreibt den Anteil des Bindemittels im Verhältnis zur Gesamtmasse eines Baustoffs, beispielsweise bei Asphalt oder Beton. Er beeinflusst maßgeblich das Gefüge, die Verformungsbeständigkeit und die Dauerhaftigkeit des Materials. Ein zu geringer Bindemittelgehalt kann zu spröden, rissanfälligen Baustoffen führen, während ein zu hoher Anteil die Stabilität reduziert und zu Verformungen unter Belastung führen kann. Die Bestimmung des Bindemittelgehalts ist daher ein wichtiger Kennwert, um die Materialqualität einzuschätzen und sicherzustellen, dass die Mischung den vorgesehenen Anforderungen entspricht.
Bindemittelgehalt von Asphalt
Im Asphaltbau besteht das Bindemittel überwiegend aus Bitumen, das die Gesteinskörnungen zusammenhält und den Asphalt verformungsbeständig macht. Der Bindemittelgehalt gibt an, wie viel Bitumen in der Mischung enthalten ist.